WÖRLD - Wö-Diözesanlager 2010
Christi Himmelfahrt 2010
Internationale Begegnungen sind ein wichtiger Teil der Pfadfinderarbeit. Durch das Kennenlernen verschiedener Kulturen bei Projekten, Aktionen und Lagern wird eine interkulturelle
Gemeinschaft selbstverständlich. Leider sind solche Aktionen in der Wölflingsstufe noch recht selten. Häufig werden internationale Begegnungen für die Jüngsten in der DPSG als noch zu
schwierig oder zu aufwändig bezeichnet. Noch fehlende Fremdsprachenkenntnisse bilden wohl die größte Barriere dabei.
Doch gerade in diesem Alter erreichen internationale Begegnungen schneller ihr Ziel. Vorurteile sind meist noch nicht aufgebaut und Neugier und spielerische Herangehensweise machen es sogar
leichter. Es besteht oft ein größeres Interesse daran, anderes kennen zu lernen. Der Gedanke, dass Begegnungen und das Kennenlernen zu einem größeren Verständnis füreinander führen
und so eine friedvolle Verständigung zur Normalität werden kann, gilt gerade auch in der Wölflingstufe.
Man findet ihn auch in den ihren vier Entdeckungsfelder wieder:
Wölflinge finden Freundinnen und Freunde - Bei gelungenen internationalen Begegnungen sind auch die Erfahrungen dabei ganz andere als bei Treffen mit nur deutschen Kindern.
Wölflinge schauen hinter die Dinge und gestalten sie mit - Die Neugier auf das Leben in anderen Kulturen und auf fremde Länder ist groß. Wie leben Kinder in anderen Teilen der Welt. Wie
schaut ihr Alltag aus? Was gibt es für Unterschiede?
Wölflinge finden zu sich selbst - Durch die Begegnung findet auch eine persönliche Entwicklung statt. Freundschaftliche interkulturelle Erfahrungen führen zu mehr Toleranz und der Forderung
nach internationaler Gerechtigkeit.
Wölflinge erfahren, dass Gott für sie da ist - Sie leben in unterschiedlichen Lebenslagen und unterschiedlichen Kulturen. Was sie verbinden kann, ist die wohltuende Erfahrung der
Gemeinschaft und die Zuneigung, die ihnen Gott entgegen bringt.
Im kommenden Jahr soll beim Diözesan-Wölflingslager die Möglichkeit zum Kennenlernen anderer Kulturen und Nationen geboten werden. Vom 13. - 16. Mai 2010
können die Wölflinge dann einen Teil der Welt entdecken. Die Wölflings-AKs der Bezirke haben ein Orga-Team gebildet, dass dieses Lager vorbereitet.
Es sollen bestehende internationale Partnerschaften die Grundlage bilden aber auch neue Freundinnen und Freunde mit einem anderen kulturellen Hintergrund gefunden werden. Die
Bolivien-Partnerschaft der Diözese Münster, die ersten gesponnenen Kontakte nach Israel, die langjährige Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Pfadfindern sowie die
Partnerschaft zu Ruanda auf DPSG-Bundesebene sollen genutzt werden, um ein internationales Programm für das Diözesanlager vorzubereiten. Zudem gibt es einige internationale Bekanntschaften
und Partnerschaften zwischen deutschen Stämmen mit Pfadfindergruppen im Ausland. Sie sollen ebenfalls möglichst mit einbezogen werden.
Ein Ziel ist es auch, dass die Wölflingsmeuten in der Diözese direkt Kontakt zu ausländischen Pfadfindern aufnehmen und so neue Freundinnen und Freunde finden. Dabei können sie neugierig
hinter die Dinge schauen. Dazu gehört eine Menge Mut - nicht nur von den Kindern, sondern auch von ihren Leiterinnen und Leitern.
Das Lager-Team möchte aber alle Wölflingsmeuten ermuntern, selbst diese internationalen Kontakte zu suchen. Mit Hilfe der alten und gerade mit den neuen Medien und auf Grundlage der
bestehenden Partnerschaften sollen diese Kontakte möglich werden. Dazu wird das Team des Wölflingslagern noch Hilfen erarbeiten. Verschiedene Kulturkreise werden dann während des Lagers
gemeinsam erforscht.
Auf dem bisherigen Logos des Diözesanlagers sind Gänse zu sehen. Als Zugvögel kennen sie viele Teile der Welt und könnten theoretisch eine Menge von anderen Ländern berichten. Beim
Wölflingslager versuchen wir solche Geschichten aus anderen Ländern zu hören und selbst zu erzählen.
Das Organisations-Team des Wölflingslagers arbeitet weiter intensiv an der Ausarbeitung des Wölflingslagers und wird dann zeitnah Infos verbreiten...
Wir hoffen, dass das Interesse in der Wölflingsstufe geweckt wird und möglichst viele am Christi-Himmelfahrts-Wochenende zusammenfinden.
Martin Stork
(Programm-Team Diözesanwölflingslager 2010)