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Tagebuch

 

Donnerstag, 13. Mai:

 

Liebes Tagebuch,

heute Morgen war es ganz schön kalt und ich habe ganz schön gefroren: Ich bin den weiten Weg aus dem Süden bis nach Geldern am Niederrhein geflogen, um beim Wörld dabei zu sein.

Als ich am Lagerplatz ankam, standen schon ganz viele Reisebusse am Parkplatz und noch mehr Wölflinge. Du musst nämlich wissen: die Wölflinge sind die kleinsten bei den Pfadfindern. Die sind alle so zwischen sieben und zehn Flugreisen in den Süden alt.

Dann mussten alle erstmal ihre Zelte aufbauen, damit sie etwas haben, wo sie nachts drin schlafen können. Ein paar große Zelte hatten die Helfer schon in den Tagen vorher aufgebaut, damit z. B. die Küche schon mal was zu essen machen konnte.

Nach dem Mittagssnack gingen alle in das große schwarze Zelt und ich bin auch rein geflogen. Dort haben die Chefs vom Lager uns erstmal Hallo gesagt und allen erklärt, was alles so passiert im Lager. Da war dann auch so'n Typ aus 'nem Reisebüro, der hat dem Stefan und der Roxi eine Reise aufgeschwatzt. Die beiden wollten nämlich für 600 Leute eine Wörld-Reise buchen. Die beiden haben sich dann für eine Schiffsreise entschieden, weil da dann auch so viele Leute drauf passen. Bevor wir dann abgelegt haben, hat uns der Gelderner Hafenmeister Uli noch eine gute Reise und Mast- und Schotbruch gewünscht. Mit einem großen „Ahoi“ habe ich dann auch alle Kinder begrüßt.

Danach sind alle Kinder los gestürmt und haben das Schiff erkundet. Es gibt hier ein Nord-, ein Ost-, ein Süd- und ein Westdeck, auf dem alle sich verteilen.

Zum Captain's Dinner gab's Spaghetti mit Soße und Salat. Mmmmhhhhhh – das war vielleicht lecker!

Am Abend haben alle zusammen einen tollen Gottesdienst gefeiert. Und der Branko – das war der, der uns was erzählt hat über Gott und die Himmelfahrt von Jesus – hatte ein ganz toll buntes Gewand an. Das war aus Afrika, aber ich kenn das schon, denn ich verbringe ja immer den Winter dort. Aber die Lieder kannte ich noch nicht. Nach dem Gottesdienst haben wir dann noch lange weitergefeiert. Das war toll! Wir haben ein Lied gesungen, das haben einige von den Matrosen extra für uns geschrieben.

Ich bin dann todmüde in meinen Stall geflogen und sofort eingeschlafen. Aber ich will da unbedingt wieder hin und noch mehr über die Wölflinge und ihre WÖrld-Reise erfahren. Dann schreibe ich dir auch wieder was ich alles erlebt habe.

Tschüss mein liebes Tagebuch.

 

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Freitag, 14. Mai:

 

Liebes Tagebuch,

heute habe ich wieder auf dem Wörld-Zeltplatz die vielen Wölflinge besucht. Da war was los! Am Vormittag haben die Wölflinge sich eine Wörld-Erinnerungstafel gebastelt. Das sind eigentlich Holzbretter, die aber mit ganz vielen verschiedenen Sachen beklebt und bemalt werden konnten. Die Tafeln hab ich mir natürlich ganz genau angesehen, haben mir auch wirklich gut gefallen, das muss ich sagen. Jemand hat mir verraten, dass die Kinder die Tafeln dann am Sonntag wieder brauchen um damit ein riesiges Lebendiges Kunstwerk zu machen. Vielleicht sollte ich da dann einmal drüber fliegen und mir das aus der Luft ansehen, das sieht bestimmt ganz wunderbar aus.

Am Nachmittag waren die Kinder in ihren Dörfern, im Norden, Süden, Westen und Osten und haben dort zusammen viele Spiele gespielt.

Und abends gab es dann ein tolles Welt-Buffet. Weißt du denn, was Llapinggatchos de Papa sind? Ich wusste das auch nicht. Bis ich dann einen gegessen hab und es waren Kartoffelpuffer. So heißen die nämlich in Südamerika. Witzig, oder? Außerdem gab es noch Rote Grütze und Vanillesoße aus Belgien, Linsensalat aus Afrika, Baguette aus Frankreich, Hot Dogs aus den USA und sogar noch einiges mehr. Am besten fand ich es, dass einige Kinder sogar alles probiert haben. Hoffentlich hat es denen auch geschmeckt.

Am Abend gab es dann zwei große Lagerfeuerrunden. Das war schön! Ich mag Lagerfeuer!

So, liebes Tagebuch, ich werde am Samstag wohl wieder bei Wörld vorbeischauen. Hoffentlich scheint dann auch die Sonne!

Deine Antje

 

Die WÖrld-Erinnerungstafeln

Auf dem Weg zum Welt-Büffet

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Samstag, 15. Mai:

 

Liebes Tagebuch,

als ich mich heute auf den Weg zum Lagerplatz in Geldern gemacht habe, um dort die WÖrldlinge zu besuchen, war da schon eine Menge los und alle waren total gut drauf – das lag bestimmt daran, dass heut endlich mal die Sonne so richtig schön geschienen hat.
Einige Leiter haben mir erzählt, dass sie nachts noch Besuch von anderen Pfadfindern hatten, die versucht haben, die Banner aus dem Lager zu klauen. Aber die Leiter und das Rödelteam haben richtig gut aufgepasst und haben alle Banner wieder zurück bekommen.

Den ganzen Tag über haben die Kinder ein Spiel gemacht. „Meuten für Meuten“ hieß das. Da haben sich immer zwei Gruppen aus verschiedenen Stämmen zusammen getan und sich gegenseitig Aufgaben und Spiele für einander überlegt. Das war richtig toll und ich konnte viele neue Kinder kennen und ganz viel über fremde Länder lernen. Und ich glaube ich habe immer noch nicht alle von den Wölflingen und ihren Leitern kennen gelernt. Der Platz ist nämlich wirklich groß und es rennen da so viele Leute herum – echt wahnsinnig!

Nach dem leckeren Abendessen gab es dann etwas ganz besonderes: die „Glühende Nacht“! Da konnten wir auf dem gesamten Lagerplatz herum laufen und es gab viele verschiedene Angebote, die fast alle was mit Licht oder so zu tun hatten. Da gab's auch Leute, die eine richtige Feuershow gemacht haben – mit Feuerspucken und so. Da war es ja auch schon dunkel und das sah echt sehr faszinierend aus, was die mit dem Feuer gemacht haben. Und zum Abschluss wartete als Überraschung für uns ein großes Feuerwerk, das mit toller Musik unterlegt war. Ich war total beeindruckt und ich glaube alle anderen auch. Auf jeden Fall haben alle erstmal ganz laut applaudiert. Aber dann waren auch alle müde und durften nach diesem langen Tag auch in ihr Zelt gehen und schlafen. War ja auch schon spät. Und außerdem ist morgen ja auch schon wieder der letzte Tag der WÖrld-Reise. Dann müssen alle Zelte wieder eingepackt werden und die Teilnehmer fahren wieder nach Hause.

Für morgen ist aber auch noch ein „lebendiges Kunstwerk“ angekündigt. Da bin ich mal gespannt, was das bedeutet. Ich werd jedenfalls wieder morgens zu Bauer Maas fliegen und mir ansehen, was noch alles so passiert.

Bis morgen dann und gute Nacht,
Antje

 

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Sonntag, 16. Mai:

 

Liebes Tagebuch,

heute bin ich wieder in aller Frühe aufgestanden, um mal zu schauen, was die Kinder in Geldern denn so an ihrem letzten Tag treiben. Es war schon richtig warm, als ich mich aus meinem Stall auf den Weg gemacht habe und die Sonne hat geschienen. Nach dieser kalten Nacht war das auch nötig. Schließlich wollten die Kinder ja schließlich ihre Zelte wieder abbauen und einpacken, damit sie auch froh und munter wieder nach Hause fahren können. Und nasse Zelte abbauen ist doch echt doof. Aber die meisten Zelte waren schon wieder richtig trocken, so dass alle nach der Morgenrunde in ihren Dörfern erstmal in Ruhe frühstücken und sich für den Tag stärken konnten.

Und dann haben sich alle vor der großen Jurtenburg, also dem Kreuzfahrtschiff getroffen. Da sollte nämlich eine super Aktion stattfinden. Ich hab doch gestern schon erzählt, dass ein „Lebendiges Kunstwerk“ heute der Höhepunkt sein soll. Die Tafeln dafür haben alle ja schon am Freitag gestaltet. Und jetzt weiß ich auch, wofür das gemacht wurde: Die Wölflinge und die Leiter haben sich nämlich dann auf eine ganz große Weltkarte gesetzt und haben dann sozusagen selber die Welt gebildet. Da wurde dann noch ein paar Spiele gemacht und dann tauchte auf einmal so ein großer Vogel am Himmel auf. Ich bin dann dann mal hoch geflogen und hab mir den aus der Nähe angeguckt. Das war so ein Vogel, wo zwei Menschen drin gesessen haben und der ein bisschen Krach gemacht hat. Einer von den Menschen hatte so einen komischen Knüppel in der Hand, den der immer bewegt hat und der andere hatte eine Maschine, wo es manchmal draus geblitzt hat und so „KNIPS“ gemacht hat. Unten haben dann alle ihre Schilder über den Köpfen gehalten. Das sah vielleicht toll aus! Die haben mir dann gesagt, dass der eine Mann ein Pilot war und der andere ein Fotograf, der mit dieser Maschine Bilder von der Welt unten auf dem Platz gemacht hat. Ich hab mir diese Bilder auch mal angeschaut und eins davon auch hier ins Tagebuch geklebt.

Wer nach dem Frühstück noch nicht damit angefangen hatte, musste jetzt noch sein Zelt abbauen und alles aufräumen und in die Busse, Autos und Anhänger bringen, damit es dann auch schnell wieder nach Hause gehen konnte.

Aber vorher haben sich noch mal alle an der Bühne getroffen und wir haben uns Tschüss gesagt und uns bei den Leuten aus der Küche, den Helfern und den Männern vom Rödelteam bedankt. Ich durfte zusammen mit denen und Stefan und Roxi auch nochmal auf die Bühne und den Kindern nochmal sagen, wie toll ich das fand, was die hier in den letzten vier Tagen alles gemacht haben. Dann wurde noch der Müll, der so auf dem Platz verstreut lag, eingesammelt, damit der Bauer, dem die Wiese gehört, da auch bald wieder was anpflanzen kann.

Der Zeltplatz sieht jetzt ganz komisch aus. Ganz leer und ohne Zelte und so. Ich weiß noch gar nicht, was ich in den nächsten Tagen so mache, wenn die Kinder nicht mehr hier sind und alle wieder zur Schule müssen. Mh, vielleicht flieg ich einfach mal woanders hin und gucke, was ich noch so alles finde. Jedenfalls komme ich beim nächsten Lager, dass die Wölflinge machen, bestimmt wieder und kann dann auch wieder viele neue Sachen lernen.

Ich wünsch dir jetzt alle Liebe und – wie die Pfadfinder sagen – GUT PFAD,
die Antje

 

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Termine

Bundesfachkonferenz Behindertenarbeit
Diözesanverband Würzburg
Fr, 10.02.2012
Bundesfachkonferenz Internationale Gerechtigkeit
Rüthen, DV Paderborn
Fr, 10.02.2012
Bundesfachkonferenz Ökologie
Rüthen, DV Paderborn
Fr, 10.02.2012

 
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