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Advents-Impulse der Spiri-AG

30.11.2020  |  Spiritualität

Adventszeit. Zeit der Besinnlichkeit. In diesem Jahr vielleicht noch mehr als sonst. Unsere Spiri-AG hat Impulse zum Thema Grenzen für euch vorbereitet, die wir in den nächsten Wochen mit euch teilen möchten.

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Persönliche Grenzen?!

Corona-Pandemie- und ich sitze hier, alleine in meinem Zimmer. Eingeengt und eingeschränkt- unüberwindbare Grenzen?

Sommerlager- und ich sitze hier auf meinem Schwedenstuhl. Tausend neue Eindrücke, ständig gefordert, teilweise überfordert- komme ich an meine Grenzen?

Bahnfahren- ich sitze hier in meinem Vierer. Eingeengt durch Menschen, überfüllter Zug, alles wirbelt um mich herum, mein*e Sitznachbar*in kommt mir viel zu nah- Grenzüberschreitung?Grenzen und Begrenzungen begegnen uns im Alltag zu jeder Zeit, dabei schwingt bei mir immer ein negatives Gefühl mit, wenn ich von Grenzen spreche. Ich erinnere mich noch gut an einen Hike mit Freunden. Wir waren unterwegs in den Herbstferien und haben uns abends ein gemütliches Plätzchen im Wald gesucht. Gut, dass wir alle Hängematten dabei hatten, so konnten wir gemütlich abhängen und mit Waldrauschen einschlafen. Nachts wachten wir gemeinsam auf und mussten feststellen, es ist super kalt und unsere Schlafsäcke sind für diese Temperaturen nicht ausgelegt- bedeutet wir packten ein und machten uns auf den Weg durch die Nacht entlang des Wanderwegs, die ganze Nacht durch. Das war eine Grenzerfahrung für mich, auch wenn alles gut gegangen ist, zu dem Zeitpunkt hatte ich keine Kontrolle mehr- wir mussten laufen, durch die Nacht und den Wald, bis wir am nächsten Morgen ein kleines Örtchen erreichten.

Bei den Pfadfindern erleben wir auch unsere Grenzen und lernen diese neu kennen, aber immer im Bewusstsein, das die Gruppe und Gott uns trägt, dass wir auch Fehler machen können, dass wir ausprobieren und so zu unserem Ziel gelangen. Und ich bin mir sicher, dass auch du in deiner Zeit bei den Pfadfindern an deine Grenzen gestoßen bist. Vielleicht hast du in dieser Woche Zeit und Lust ganz besonders an die Geschichten und Situationen zu denken, in denen du an deine persönlichen Grenzen gestoßen bist. Vielleicht sprichst du den ein oder anderen an, der dies mit dir erlebt hat. Vielleicht hast du aus diesen Grenzerfahrungen persönliche Schlüsse gezogen und dich weiterentwickelt?!

UND vielleicht ist jetzt das Wort „Grenze“ nicht mehr mit einem negativen Bauchgefühl verknüpft, sondern mit __________________ (füge hier ein beliebiges Wort ein).

Henning, Bezirkskurat Niederrhein-Nord

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