(Münster, 15.12.2025) Am dritten Adventssonntag (14. Dezember) wurde das Friedenslicht aus Betlehem im Bistum Münster verteilt. Zur bistumsweiten ökumenischen Aussendungsfeier kamen über 2.200 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem gesamten Münsterland im St.-Paulus-Dom in Münster zusammen. Unter dem bundesweiten Motto „Ein Funke Mut“ nahmen sie in der Domstadt das Licht entgegen, um es an „alle Menschen guten Willens“ im Münsterland, im Oldenburger Münsterland und am Niederrhein zu verteilen.
Im vollbesetzten St.-Paulus-Dom feierten am 3. Adventssonntag Pfadfinderinnen und Pfadfinder der katholischen Verbände Deutsche Pfadfinder*innenschaft St. Georg (DPSG) und Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) sowie des evangelischen Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) . Die ökumenische Aussendungsfeier stand ganz im Zeichen des Jahresmottos „Ein Funke Mut“. In Predigt und Beiträgen wurde deutlich, dass Frieden oft bei kleinen Schritten beginnt – bei Zivilcourage, Solidarität und dem Mut, füreinander einzustehen.
Michel Dornbusch, Diözesankurat der DPSG Münster, zeigte sich beeindruckt, „wie viel Hoffnung und Gemeinschaft in diesem kleinen Licht steckt. Es berührt mich zu sehen, wie Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem ganzen Bistum zusammenkommen, um ein Zeichen des Friedens in die Welt zu tragen. Gerade heute brauchen wir solche Momente, die uns zeigen: Jeder Funke zählt.“
Auch Bjarne Thorwesten vom VCP Münster sieht diese Bedeutung in der kleinen Flamme: „Das Friedenslicht soll in diesem Jahr besonders Mut machen, sich in dunklen Zeiten wirksam zu fühlen. Dafür steht das Bild der kleinen Flamme, das im Dom zum Lichtermeer wird – ich wünsche mir, dass es darüber hinaus viele Adventskränze, Tannenbäume und Fensterbänke erreicht.“
Ami Hartmann von der PSG betonte den besonderen Stellenwert der Aktion für Pfadfinder*innen: „Man fiebert schon lange drauf hin, und jetzt ist das Licht und all die Verbundenheit, die es mit sich bringt, bei uns. Es ist Wahnsinn, was dieses Licht in einem auslöst. Es ist mehr als nur eine Flamme, es steht für all das, was wir als Pfadfinder*innen sein wollen und verbindet uns über jegliche Grenzen hinweg.“
An der Aussendungsfeier nahmen auch wieder Vertreter*innen aus Politik und Kirchen teil, unter anderem Tilman Fuchs, Oberbürgermeister der Stadt Münster. Das Friedenslicht aus Münster wird zudem am 18. Dezember auch im Landtag NRW in Düsseldorf leuchten.
3.600 Kilometer lange Reise von Betlehem über Linz nach Münster
Seit 27 Jahren bringen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem entzündete Friedenslicht in der Adventszeit ins Bistum Münster. Wie in den vergangenen Jahren holte eine Delegation der DPSG Münster und der PSG Münster die kleine Flamme von der zentralen Aussendungsfeier in Linz (Österreich) ab. Aus dem Mariendom gelangte das Licht nach Münster, wo es jetzt im St. Paulus-Dom weitergegeben wurde.
Weitergabe an „alle Menschen guten Willens“
Bis zum Heiligen Abend werden in Nordrhein-Westfalen rund 15.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder unterwegs sein, um das Friedenslicht an ‚alle Menschen guten Willens‘ weiterzureichen“, betonte der Friedenslichtbeauftragte des Rings deutscher Pfadfinder- und Pfadfinderinnenverbände (rdp), Christian Schnaubelt. „Ein starkes Zeichen für den Frieden, das bis heute nichts an seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil sogar noch wichtiger ist“.
Auch über die Stadt Münster hinaus wird das Friedenslicht in den kommenden Tagen weitergetragen: Neben zahlreichen lokalen Übergaben im Münsterland gelangt die Flamme erneut ins Oldenburger Münsterland sowie an den Niederrhein. Dort wird das Friedenslicht am Dienstag, 16. Dezember 2025, bei einer Aussendungsfeier um 19 Uhr im Xantener Dom weitergegeben.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das Friedenslicht weiterhin im St.-Paulus-Dom Münster abholen. Dort brennt es im Kapellenumgang noch bis zum Ende der Krippenzeit.
Friedenslichtaktion im Bistum Münster
Sich im Zuge der Friedenslichtaktion für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen hat für die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Münsterland seit 27 Jahren Tradition. Frieden kann aus Sicht der Pfadfinderbewegung dann gelingen, wenn alle Nationen, wie bei der Weitergabe des Lichtes, zusammenarbeiten. Daher reist jedes eine Friedenslichtdelegation aus dem Bistum Münster nach Österreich, um dort das Licht bei der internationalen Aussendungsfeier des ORF in Empfang zu nehmen. In Spezialbehältern transportieren die Pfadfinder und Pfadfinderinnen die kleine Flamme dann im Zug oder per Reisebus nach Münster, um es am dritten Adventssonntag in der Domstadt an „alle Menschen guten Willens“ im St. Paulus-Dom zu verteilen.
Informationen über die Friedenslichtaktion gibt es auf www.friedenslicht-muenster.de.
Christian Schnaubelt – Tel.: 0177-3077106, E-Mail: christian.schnaubelt@dpsg.de
Arne Leusing – Tel.: 0251 289193 16, E-Mail: arne.leusing@dpsg-muenster.de
Sarah Hülsmann – sarah.hülsmann@dpsg-muenster.de
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Bild 2 Friedenslicht Aussendungsfeier 2025
Friedenslicht Aussendungsfeier 2025 – „Ein Funke Mut“: 2.200 Pfadfinderinnen und Pfadfinder empfingen am 14. Dezember das Friedenslicht aus Betlehem im St. Paulus-Dom in Münster
Bild 3 Friedenslicht Aussendungsfeier 2025
Der Münsteraner Oberbürgermeister Tilmann Fuchs nimmt das Friedenslicht von Pfadfinder*innen entgegen.
Bilder: Christian Schnaubelt / DPSG
Weitere Pressebilder im Web auf www.friedenslicht-muenster.de und www.rdp-nrw.de.