DV Münster wrapped – Unsere Stämme im Vergleich

Schneller, höher, weiter – ist dein Stamm in unserem DV-Ranking dabei?

In unseren Stämmen wimmelt es von Superlativen – wie sollte es auch anders sein im größten Diözesanverband der Welt? Wir wollten es genau wissen: Welcher Stamm ist der größte, welcher der älteste, welcher veranstaltet das größte Lager – und vieles mehr.

Und dabei haben wir gemerkt, dass das gar nicht so einfach ist. Die Quellenlage war nicht immer unkompliziert und eindeutig…

Damit jeder Stamm zu seinem Recht kommt, bleibt dieser Artikel bis zum Ende dieser Ausgabe in Bewegung. Ihr glaubt, euer Stamm hat mehr zu bieten als der angegebene Tabellenführer? Ihr fühlt euch mit unseren Behauptungen falsch dargestellt?

Meckern ist erwünscht! Meldet euch gerne, nennt uns eure Argumente und wir passen den Artikel an. Wir lernen ja auch gerne dazu!

verbandszeug@dpsg-muenster.de

Los geht’s mit der ersten Kategorie:

Geografie

Der nördlichste Stamm

Unser Stamm, der dem Nordpol am nächsten kommt, liegt an der Nordseeküste in Niedersachsen, quasi halb im Meer. Für viele im DV schwer vorstellbar, dafür umso beneidenswerter. Sein Name:

Christus König Wilhelmshaven

Der Südlichste Stamm

Ein Blick in die andere Richtung: Am geographisch unteren Ende des DV Münster liegt Duisburg. Hier kämpfen gleich drei Stämme um den Titel des südlichsten Stamms: Sankt Ludger Duisburg, Hochheide Duisburg und Christus König Duisburg-Rheinhausen.

And the Winner is…

Christus König Duisburg-Rheinhausen

Knapp, aber verdient.

Der westlichste Stamm

Tief im Westöööön…. und zwar direkt an der niederländischen Grenze – weiter westlich als z. B. Bocholt oder Kleve – liegt unser Stamm

Janusz Korczak Emmerich

Übrigens: Eine ganze Ecke von unseren Bezirken am Niederrhein entfernt, trotzdem auch am Rhein gelegen.

Da ist sie, die erste Beschwerde – und zwar absolut berechtigt! Nach einem Hinweis aus Gaesdonck auf Instagram müssen wir anerkennen, dass sowohl die Stämme St. Augustinus Gaesdonck als auch Kleve-Materborn westlicher liegen als Emmerich. Hier entscheidet das Google-Maps Augenmaß, dass

Materborn

tatsächlich unser westlichster Stamm ist. Sorry an alle Beteiligten!

Der östlichste Stamm

Hier hat uns die Recherche besonders gefordert, aber wir behaupten mal, dass sich das Titelrennen im wunderschönen Vechta entscheidet. Und zwar zwischen den Stämmen Füchtel und Sankt Georg. Und das Rennen macht knapp der Stamm

Füchtel

Wie bereits erwähnt: Sollte ein Stamm Einwände haben, meldet sie gerne bei uns an. 😉

Und tatsächlich hat ein Stamm Einwände angemeldet -und zwar aus gutem Grund: Ein bisschen weiter östlich liegt der Stamm

Ellenstedt

An dieser Stelle ein dickes DANKESCHÖN an alle, die helfen, unser Ranking noch genauer und fairer zu gestalten!

Höchstgelegener Stamm

Zugegeben, der Topografie des DV Münster fehlen definitiv die Highlights. Selten war ein Flach-Witz angebrachter… Das höchste der Gefühle ist da der Teutoburger Wald. Womit der folgende Stamm wohl die beste Aussicht im ganzen DV genießt:

St. Michael Tecklenburg

Tecklenburg liegt ca. 122m über dem Meeresspiegel. Vermutlich gibt es DVs, in denen das für den Titel tiefstgelegener Stamm gereicht hätte. Aber nicht bei uns… Womit wir bei der nächsten Kategorie wären:

Tiefstgelegener Stamm

Hier wird’s wieder tricky. Wikipedia verrät uns, dass es auf ein enges Duell zwischen unseren Nordlichtern hinausläuft. Am Ende wird es schwer zu klären sein, da die Angaben sich nur auf die Orte beziehen und nicht auf die exakten Standorte der Stämme. Daher listen wir hier einfach mal die low rider unseres DVs auf, ohne Gewinner klar zu benennen. Vielleicht sind unter euch ja Geografie-Nerds, die uns auf die Sprünge helfen können. Meldet euch gerne!

St. Franziskus Barßel: 2m ü. NHN

Christus König Wilhelmshaven: 3m ü. NHN

Widukind Oldenburg: 5m ü. NHN

Stella Maris Varel: 6m ü. NHN

Hard facts

Größter Stamm

Jetzt wird’s spannend! Welcher ist der größte Stamm im größten Diözesanverband der Welt? Wir verlassen uns hierbei auf die aktuellen Angaben des Bundesverbands, die besagen, dass der Stamm

Geldern Hartefeld

mit 377 gemeldeten Mitglieder an der Spitze liegt!

Auf Platz zwei finden wir einen Stamm, der nur aus männlichen Mitgliedern besteht, wie ihr hier nachlesen könnt. 352 offiziell angemeldete Mitglieder hat der Stamm

Heilig Kreuz Dülmen

Fun fact: Platz drei geht ebenfalls nach Geldern. Mit 340 Mitgliedern knapp hinter Dülmen liegt der Stamm

Geldern Kapellen

Und das war’s in Geldern dann immer noch nicht, denn es gibt zwei weitere mitgliederstarke Stämme. Die kleine Stadt am Niederrhein kann man definitiv als DPSG-Hochburg bezeichnen.

Kleinster Stamm

Der Bundesverband meldet 13 aktuelle Mitglieder für den Stamm

Heilig Kreuz Bocholt

Jüngster Stamm

Ob man es glaubt oder nicht: Im DV und beim Bundesverband gibt es keine Daten, mit denen sich die Frage nach dem jüngsten Stamm im DV klären lässt. Die Alternative: Möglichst viele fachkundige Menschen fragen, ob ihnen ein jüngerer Stamm als die

DPSG Haltern am See

einfällt, die am 5. Mai 2022 gegründet wurde. Die Antwort durchweg: Nö. Also erklären wir die DPSG Haltern zum Sieger, bis uns jemand eines Besseren belehrt.

Ältester Stamm

Wieder eine Kategorie, in der die Lage nicht so einfach ist, wie man meinen möchte. Die Herausforderung: Schon in den 1930ern wurden unsere ersten Stämme gegründet, in der NS-Zeit jedoch verboten und in den 1940ern teilweise neugegründet.

Deswegen vereinfachen wir die Kriterien wie folgt: Welcher heute noch aktive Stamm ist der mit dem frühesten Gründungsdatum? Hierfür habe wir unsere AG Verbandsgeschichte und Archivwesen bemüht, die uns folgendes Ergebnis mitgeteilt hat:

Der älteste und auch noch aktive Stamm ist

St. Josef in Moers

Er wurde am 14. September 1930 durch Anton Breitenstein gegründet. Nach der NS-Zeit wurde er durch den späteren Landesfeldmeister Hans Fischer reaktiviert.

Meiste Teilnehmende bei MoVe 2026

Auch in diesem Jahr ist MoVe wieder aus allen Nähten geplatzt. Welcher Stamm war hierfür hauptverantwortlich? Leider müssen wir auch hier mit einer gewissen Fehlerquote rechnen, da einige Lümmels ihre Anmeldung nicht vollständig ausgefüllt haben…😊 Daher hier die Top 4:

Ahaus, St. Marien, 9 Teilnehmende

Dinslaken, St. Vincentius, 8 Teilnehmende

Stamm Ladbergen, 8 Teilnehmende

Geldern-Hartefeld, 7 Teilnehmende

Größtes Sommerlager im vergangenen Jahr (2025)

Kommen wir wieder zu einer Kategorie, die an die Pfadfinder*innen-Ehre geht. Leider ist gerade hier die Datenlage wieder schwierig, da wir nur aus den Sommerlagern wählen können, die im Diözesanbüro angemeldet wurden. Hier zeigt sich aber eine klare Nummer eins:

DPSG Stamm Kapellen

Der Stamm aus Geldern hat im letzten 190 Menschen mitgenommen und damit quasi eine Pop up-Stadt errichtet – Respekt!

Platz zwei geht mit 130 Teilnehmenden an die Herren von

Heilig Kreuz Dülmen

Auf dem dritten Treppchen landet mit 120 Teilnehmenden

Wertherbruch

Weiteste Reise ins Sommerlager im vergangenen Jahr (2025)

Auch hier beschränkt sich die Auswahl auf die angemeldeten Sommerlager. Unter diesen tut sich aber ein Stamm hervor, der nicht nur Deutschland, sondern auch das europäische Festland verlassen hat:

Christus König Duisburg-Rheinhausen

Diesen Stamm hat es bis nach Schottland verschlagen. Das schreit doch nach einem Reisebericht für die nächste Verbandszeug!

Der Stamm mit den meisten Gitarren*spielerinnen

Apropos Sommerlager. Für unser Stammes-Quartett, das wir im Zuge dieser Ausgabe entwickeln, haben wir erhoben, wie viele Menschen im letzten Sommerlager (2025) Gitarre gespielt haben. Zugegeben, die Daten beruhen auf eigenen Angaben der Stämme. Aber Pfadfinder*innen sind ja zum Glück ehrliche Menschen. Hier die Ergebnisse: Jeweils sechs Menschen beschallten die Lagerfeuerrunden der Stämme

Christus König Duisburg-Rheinhausen

St. Maria Magdalena Sonsbeck

Da ihr bis hierhin gelesen habt, seid ihr eindeutig im Vergleichs-Rabbit hole angekommen und solltet das nutzen, um hier unser Stammes-Quartett herunterzuladen!

Der Stamm mit dem größten Landbesitz

Nein, liebe Stadt-Stämme, kein Scherz – sowas gibt’s wirklich! Und wir sind ehrlich: Wir haben hier gar nicht erst verglichen. Der Pokal geht unbesehen in den Bezirk Warendorf an den Stamm

St. Martinus Sendenhorst

Die Fürst*innen residieren auf ihrem 11 Hektar (!) großen Landgut, das sich in die Teilstücke Geisterholz, Lohengrün, Streuobstwiese, Wildewald, Wangariwald und Himmelreich aufteilt. Auf letzterem steht zudem ein Jugendgästehaus für 24 Personen.

Aufgrund der fehlenden Recherche bieten wir der Form halber an dieser Stelle an, sich zu melden, wenn ein Stamm noch mehr Ländereien im Angebot hat. Unsere Erwartungen halten sich dabei jedoch in Grenzen…

Stamm mit dem längsten Namen

Da sind sie, die Kategorien auf die ihr alle gewartet habt. Was sagt mehr über einen Stamm aus, als die Anzahl der Zeichen in seinem Namen… Spannen wir euch also nicht länger auf die Folter. Hier sind die Gewinner:

St. Anna Mecklenbeck Albachten Roxel Aaseestadt Münster

49 Zeichen in einem Namen unterzubekommen – Respekt! Glückwünsche gehen nach Münster!

Stamm mit dem kürzesten Namen

Bleiben wir im Thema und machen es kurz:

DPSG Rhede

Kurz und auf den Punkt. Kein Platz für Missverständnisse.

Zum Abschluss: Honorable Mentions

Gerne hätten wir in unser Stämme-Ranking auch das Engagement unserer Stämme für Mensch und Umwelt aufgenommen. Aber das lässt sich nur schwerlich messen und Vergleiche wären hier vielleicht auch nicht wirklich fair und angemessen.

Wir lösen dieses Dilemma durch ein paar ehrenvolle Erwähnungen von Stämmen, die in letzter Zeit Schönes geleistet haben. Und natürlich bleibt auch diese Liste bis zum Ende der Ausgabe offen für alle Stämme, die hier mit ihrer Aktion aufgenommen werden möchten. Meldet euch gerne!

Der Stamm

St. Liutger Heilig Kreuz Münster

hat ein Sommerlager komplett ohne tierische Produkte durchgeführt.

Für ein Sommerlager des Stamms

St. Nikolaus Rheurdt

wurde ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel gesetzt.

Von welcher tollen Aktion eines Stamms willst du berichten?

Wir freuen uns auf deine Geschichte!

verbandszeug@dpsg-muenster.de

Titelbild: Jakob Kuhn

Über den*die Autor*in

Arne Leusing

Arne ist Medienreferent im Diözesanverband Münster und Mitglied im Arbeitskreis Kommunikation und Medien.