Über den*die Autor*in
Schließe deine Augen und stell dir vor, du liegst in einem Wald auf dem Boden. Der Duft von Moos und Blätter kriecht in deine Nase, die Baumkronen wippen im Wind und lassen die Sonne auf deiner Nase tanzen. Neben dem Blätterrauschen kannst du weit entfernt einem Specht bei der Arbeit hören.Noch ist die Stelle, an der du liegst, ein Acker und der Wind pfeift über das Feld.
Doch in wenigen Jahren soll diese Vorstellung Wirklichkeit werden. In Sendenhorst wird ab dem Herbst ein neues Waldprojekt gestartet. Auf etwa fünf Hektar (50.000qm, das entspricht ungefähr sieben Fußballfeldern) werden Bäume und Sträucher gepflanzt und eine Wildwiese angelegt. So soll in den kommenden Jahren der Wangari-Wald entstehen.
In den letzten Jahren konnte sich das Pfadfindergelände in Sendenhorst ökologisch immer weiterentwickeln. Vor über vierzig Jahren wurde mit dem Geisterholz der Grundstein gelegt. Im Süden der Stadt hat sich ein Stück Natur entwickelt, das einen ganz besonderen Raum für pfadfinderische Arbeit bietet: Zwischen den Bäumen stehen Hütten, die jeder Gruppe einen eigenen Raum geben. Im Laufe der Jahre ist zum Himmelreichwald mit dem Jugendgästehaus, das Waldstück Lohengrün,die Streuobstwiese Trendelkamp und auch der Wildewald hinzugekommen. Im letzten Herbst konnte dann noch ein wenig abseits eine kleine Streuobstwiese an der Landstraße angelegt werden.
Beim neuen Projekt werden nun vor allem Laubbäume gepflanzt, aber auch etwas Grünland geschaffen und eine größere Blänke – ein flacher Teich – angelegt. Entwickeln soll sich der Wangari-Wald im Laufe der kommenden fünf Jahre. In Teilschritten wird der Laubmischwald von Ost nach West gepflanzt. Am Ende sollen dort ca.14.000 Eichen, 3.000 Hainbuchen, je 1.000 Rotbuchen, Feldahorne und Vogelkirschen wachsen. Ein Zaun schützt die Schonung, damit die Rehe aus dem östlichen Wildewald nicht ungebeten zu Besuch kommen.
Wie schon bei den früheren Projekten sollen die Setzlinge und Sträucher durch Schülerinnen und Schüler gepflanzt werden. So sollen diese mit in die Verantwortung genommen werden. Denn wenn sie selber die Bäume pflanzen, stärkt sich ihr Band zum Wald und zur Natur. Frei nach dem Motto: Schützen wird man nur das, was man auch kennt und wertschätzt. Aber auch interessierte Pfadfindergruppen sind eingeladen die Sendenhorster Pfadfinder*innen beim Anlegen des neuen Waldes tatkräftig zu unterstützen! Meldet euch einfach unter info@jgh-himmelreich.de
Autor: Dirk Schmedding, DPSG Sendenhorst
Infobox: So könnt ihr helfen: Der Bezirk Warendorf hat das Anlegen der Streuobstwiese mit dem Überschuß des “Pfadinauten”-Bezirkslager 2019 als CO2-Ausgleich für das Lager unterstützt. Die Sendenhorster Druckerei unterstützt den Wald auch bei jeder Bestellung in Form eines CO2 Ausgleich.
Infobox: Wangari Muta Maathai (geboren am 1. April 1940, gestorben am 25. September 2011) war eine kenianische Professorin, Wissenschaftlerin, Politikerin und ab 2002 stellvertretende Ministerin für Umweltschutz. Im Jahr 2004 erhielt die Umweltaktivistin, die in zielstrebiger Förderung von afrikanischer Frauenpolitik die beste Vorbeugung gegen Wasser- und andere Umweltschäden sah, als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis.(Quelle: Wikipedia)