Entwurf VZ-Artikel „Was uns guttut“ Pfadis  

Gestaltungshinweise  Text: Henrike von Bobart  Text   „Was tut uns gut?“, na klar: Pfadfinden! Doch wie schaffen wir es, dass die Pfadis in unseren Stämmen auch so antworten? Die Gruppenstunden sind […]

Gestaltungshinweise 

Text: Henrike von Bobart 

  • Viel Text, sorry! Hauptsache ihr gestaltet das irgendwie ansprechend 😉  
  • Den QR Code bitte an der passenden Stelle einbinden (Traumreise) 
  • Die Methoden (fettgedruckt) gerne grün hervorheben 

Text  

„Was tut uns gut?“, na klar: Pfadfinden! Doch wie schaffen wir es, dass die Pfadis in unseren Stämmen auch so antworten? Die Gruppenstunden sind für die Jugendlichen oft ein Anker: etwas, das Stabilität und Routine gibt. Und eben auch die Möglichkeit, Freunde zu treffen und von der Schule Abstand zu gewinnen. Wie schaffen wir es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen? Die Gruppe im Blick zu behalten und einzuschätzen, wie es den Jugendlichen gerade geht? 

Je nachdem, wie die Gruppenstunde geplant ist, können gewisse Rahmenbedingungen zu einer Wohlfühlatmosphäre führen: Wird draußen gespielt und getobt, kann eine ruhige Ecke mit Bank zum Hinsetzen zu einer Wohlfühlatmosphäre beitragen. Bei einer ruhigen Gruppenstunde in der inhaltlich gearbeitet oder reflektiert wird, kann durch die richtige Beleuchtung und Dekoration (wie zum Beispiel Teelichter/Kerzen, Kissen und Decken, Halstücher…) dafür gesorgt werden, dass auch die Jugendlichen ruhiger werden. Sowohl als Einstieg in eine solche Gruppenstunde, als auch als Abschluss einer Stunde, in der intensiv gearbeitet wurde, lassen sich Traumreisen sehr gut einsetzen. Eine mögliche Traumreise findet ihr hinter dem QR-Code.  

Eine richtige Wohlfühlatmosphäre ergibt sich jedoch nicht einfach durch die Dekoration oder die Umgebung, sondern ganz stark auch aus dem Gruppengefühl und der Stimmung in den Gruppenstunden. Ein respektvoller Umgang untereinander und gegenseitige Wertschätzung sind dabei das A und O. Doch ein gutes und vertrautes Gruppengefühl kommt selten von allein. Auch weil sich die Gruppen durch neue oder ausscheidende Pfadis oder den Stufenwechsel oft verändern. Als Leiter*in empfiehlt es sich, an diesem Gruppengefühl zu arbeiten und eine gute Basis für die aktuelle und folgenden Gruppenstunden zu arbeiten. Wir möchten euch hier einige Methoden vorstellen, die dazu beitragen können:   

  • Zu Beginn einer Gruppenstunde kann eine kurze „Wie geht’s mir“-Runde helfen, die Gruppe und ihre Bedürfnisse einzuschätzen. Sorgt dabei dafür, dass alle Jugendlichen ausreden können und sich nicht gegenseitig unterbrechen. Bei einer chaotischeren Runde können auch einfach zehn Minuten Redezeit helfen, in der sich die Pfadis frei untereinander austauschen können. Ihr könnt euch gerne mit unterhalten oder Gesprächsbereitschaft signalisieren. Ganz wichtig: Geht dabei immer sehr sensibel vor. Ihr wisst nicht, was gerade in den Jugendlichen vorgeht und was sie beschäftigt. Achtet auf eine sensible Sprache, egal um welches Thema es gerade geht.   
  • Hilfreich sind auch Methoden, bei denen die Pfadis sich zunächst selber mit ihrem Befinden auseinandersetzen können, bevor sie sich der Gruppe mitteilen. Dazu bietet sich beispielsweise die Stimmungsabfrage mit Bildern an. Ihr legt verschiedene Bilder oder Postkarten aus und bittet alle, sich ein Bild zu nehmen, das ihrer aktuellen Stimmung entspricht. Anschließend macht ihr eine Gesprächsrunde, in der alle erzählen (dürfen!), warum sie sich gerade dieses Bild ausgesucht haben. Wenn ihr keine Zeit für diese Methode habt, könnt ihr die Bedürfnisse der Gruppe auch erfragen. Bezieht die Pfadis in Entscheidungen ein, was ihr heute oder nächste Woche in der Gruppenstunde macht. Wird einfach am Feuer gechillt oder doch eher Stratego gespielt? 

Wir möchten euch hier noch zwei Methoden an die Hand geben, die ihr einsetzen könnt, um den Pfadis schöne Momente und das Gefühl des Geschätzt-werdens zu geben. Achtet bei beiden Methoden darauf, dass wirklich nur positive Dinge aufgeschrieben werden, sonst sind die Methoden schnell kontraproduktiv.  

  • Das Rückenstärken: Jeder Pfadi bekommt ein (DIN A3-)Blatt auf den Rücken geklebt und einen Stift in die Hand. Jetzt können alle herumlaufen und auf den Rücken der anderen schreiben. Was schätzt ihr an der Person? Welche Erinnerung verbindet euch? Was wünscht ihr euch für sie? Was mögt ihr an der Person?  

Diese Methode eignet sich vor allem als Abschluss einer Aktion oder vor einem Stufenwechsel, bevor die Gruppe sich neu zusammensetzt. 

  • Das Wohlfühlglas: Für jeden Pfadi wird ein Glas / Beutel / anderer Behälter aufgestellt. Daneben werden Papier und Stifte bereitgelegt. Jeder Pfadi kann dann Dinge auf die Zettel schreiben, die an einer anderen Person geschätzt werden. Der Zettel wird anschließend in das Glas der Person gelegt. Nach Abschluss der Gruppenstunde oder der Aktion kann dann jeder all die positiven Sachen lesen, die die anderen ihm oder ihr geschrieben haben. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie zeitlich unabhängiger ist und auch „nebenbei“ laufen kann. Achtet jedoch darauf, dass alle Pfadis Rückmeldungen bekommen, sonst kann die Methode schnell zu Frust führen.  

Über den*die Autor*in

Henrike von Bobart