Lagerfeuer von oben anzünden

Eine umweltschonende Methode, Feuer zu machen.

Das traditionelle Lagerfeuer gehört für viele Pfadfinder*innen in unserem Verband wie selbstverständlich zum Lagerleben dazu. Aber ist das ökologisch sinnvoll? Darüber lässt sich bekanntlich streiten. Doch warum gleich in schwarz oder weiß denken? Wie in vielen Bereichen unseres Lebens sind es doch auch die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Gehört für dich ein Lagerfeuer einfach dazu? Und doch ist dir das Thema Ökologie im (Lager)-Leben wichtig? Dann versuch es doch bei deinem nächsten Feuer mal mit dem kleinen Unterschied. Zünde dein Feuer von oben an! Was das bringen soll? Gaz einfach: So kannst du zumindest in der Anzündphase für eine effizientere Verbrennung sorgen und so einen kleinen Unterschied machen.

Warum das so ist? Vereinfacht gesagt: Holz als Brennstoff enthält brennbare Gase, die bei der Erwärmung des Holzes austreten und aufsteigen. Zündest du nun dein Feuer „klassisch“ von unten an, tritt ein Großteil dieser Gase in den oberen Holzscheiten aus, ohne verbrannt zu werden. Zündest du jedoch dein z.B. Pagodenfeuer von oben an, steigen die durch Erwärmung austretenden Gase der unteren Holzscheite auf und werden mit entzündet. In der geschlossenen Brennkammer eines Ofens ist der Effekt übrigens noch etwas größer.

Klar, der Unterschied ist vielleicht nicht riesig. Aber es macht gedanklich einen kleinen, aber entscheidenden Unterschied. Auch kleine Veränderungen können etwas bewirken. Also, vielleicht fallen dir in der Planung deines nächsten Lagers oder Hikes ja weitere „Kleinigkeiten“ auf, die sich ohne viel Aufwand positiv verändern lassen.

Weitere Infos zu Holz als Brennstoff findest du z.B. hier:
https://www.schornsteinfeger.de/anzuenden-von-oben.aspx
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/bauen-und-wohnen/27138.html

Über den*die Autor*in

Tobias Runge

Tobi ist Bildungsreferent im DPSG Diözesanverband Münster.