Ein Blick auf eine schwedische Stadt, die in einer Schärenlandschaft liegt.

Pfadizipation bei der Grünen Welle XXL 2026 und bei euch zuhause

Die Pfadistufe fährt 2026 nach Schweden - und das haben die Pfadis selbst entschieden. Erfahrt hier, wie es dazu kam!

Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Pfadis bei der Grünen Welle XXL 2026 möglichst viel mitentscheiden zu lassen. So ein Mist, was haben wir uns da nur eingebrockt. Und warum überhaupt?!

Gerade im Pfadi-Alter spielt die Mit- und Selbstbestimmung eine große Rolle: Woher soll ich wissen, wer oder wie ich sein kann, wenn ich nicht ausprobieren kann, was ich will?! Deshalb haben wir uns gedacht: Wagen wir doch mal Mitbestimmung!

Mitbestimmung bei der Grünen Welle XXL

Bei der Grünen Welle XXL 2026 haben wir schon in den Anfangsschritten die Pfadis entscheiden lassen: wo wollt ihr überhaupt hin? Zur Auswahl standen verschiedene Regionen, die wir vorher nach ihrer Realisierbarkeit ausgewählt haben – ein Lager in Amerika oder Japan wäre zwar nice, aber für uns als Planungsteam nicht machbar. Und die Pfadis haben entschieden, dass es nach Skandinavien gehen soll. Alles klar, also haben wir das gleiche Spiel mit der Realisierbarkeit noch einmal gemacht und beispielsweise die Faröer Inseln oder Åland ausgeschlossen. Wieder eine Mail an die Pfadileitenden geschrieben mit der Bitte, die Pfadis zu fragen, wo sie hin möchten. Und das Ergebnis: Schweden. Und so haben wir einen Platz in Schweden gesucht und angefangen, das Lager „so richtig“ zu planen.

Direkte Demokratie bei den Pfadis

Um auch was den Inhalt des Lagers angeht, Mitbestimmung zu ermöglichen, haben wir beschlossen, wieder ein Vorlager durchzuführen. Quasi wie direkte Demokratie – ohne Umweg über E-Mails, Insta-Posts oder Leitende. Hier sollen die Pfadis direkt ihre Wünsche äußern können und beispielsweise über Programminhalte mitentscheiden können. Und wir freuen uns schon, mit diesen Wünschen dann weiterarbeiten und das Lager entsprechend für die Pfadis zu planen!

Mitbestimmung in der Pfadi-Gruppenstunde

Das Beispiel der Grünen Welle ist schön und gut, aber wie könnt ihr Mitbestimmung mit euren Pfadis zuhause leben?

Macht vorher klar, was das Ganze überhaupt soll: Dass ihr den Pfadis anbieten wollt, was sie sich wünschen und dass die Mitbestimmung nur dann funktioniert, wenn sie halt auch ihre Wünsche und Meinungen vertreten. Dann könnt ihr Rahmenbedingungen stecken: Ein Lager in Amerika – oder eine Gruppenstunde auf Malle – wäre vielleicht cool, ist aber nicht realisierbar. Auch dafür seid ihr als Leitende da; Grenzen zu setzen, innerhalb derer eure Pfadis Wagnisse eingehen können. Solange ihr ihnen erklärt, warum diese Rahmenbedingungen so gesteckt sind, dürftet ihr bei den Pfadis auf ein gewisses Verständnis stoßen.

Leitende müssen sich auf den Prozess einlassen

Das Wichtigste: Mitbestimmung erfordert Mut. Ihr als Leitende könnt nicht planen, was dabei herauskommt  – vielleicht etwas, mit dem ihr selbst euch gar nicht so wohl fühlt. Aber: auch ihr als Leitende lernt und dürft Fehler machen – Hauptsache ihr traut euch und versucht mal, Mitbestimmung erlebbar zu machen. Ach ja, und wo wir gerade dabei sind: Die Anmeldung für die Grüne Welle XXL läuft noch bis zum 30.11.2025! Meldet euch jetzt an unter diesem Link!

Titelbild: Elisa Sarasso – istockphotos

Über den*die Autor*in

Henrike Gehrke

Henni ist Referentin der Pfadistufe im Diözesanverband Münster.