„Well being“ im Lager – der etwas andere Blickwinkel 

Die Situation ist dann doch immer irgendwie ähnlich: man hat bis um 3:30 Uhr am Lagerfeuer gesessen und gesungen, Geschichten erzählt oder selbigen gelauscht und – mal wieder – viel […]

Die Situation ist dann doch immer irgendwie ähnlich: man hat bis um 3:30 Uhr am Lagerfeuer gesessen und gesungen, Geschichten erzählt oder selbigen gelauscht und – mal wieder – viel zu spät den Weg in den Schlafsack gefunden . . . 

Dafür klingelt der Wecker trotzdem um kurz nach sechs Uhr morgens, man ist ja im Küchenteam. Und das steht – abgesehen von kokelwütigen Wölflingen – im Lager meistens als Erstes auf. Also raus aus dem Schlafsack in die morgentaufeuchte Luft und ab ins Küchenzelt.  

Hier wartet bereits der Guten-Morgen-Kaffee – denn die Kaffeemaschine ist an eine Zeitschaltuhr angeschlossen. Und während man, mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand in den aufgehenden Sonnenfeuerball blickt und die bereits erwähnten Wölflinge beobachtet, geht man mental schon mal den Tag durch. Typische Tageszeiten sind dann Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Nachspeise, unterbrochen von der Nachfrage „Warum gibt es eigentlich kein Fleisch“, der kurzen Information „Ich bin seit jetzt Vegetarier*in“ und dem Versuch, das Abendessen aufgrund einer Verzögerung im Programm um läppische 90 Minuten zu verschieben. 

Da fragen viele zu Recht, warum man sich das antut. Aber wenn dann ein Lächeln auf dem Gesicht der Teilnehmenden steht, wenn es was Leckeres, Gesundes und Selbstgekochtes auf den Teller gibt, dann fühlt sich auch die müdeste Person im Küchenteam pudelwohl. Und wird nach dem Aufräumen der Küche, dem Vorbereiten und Programmieren der Kaffeemaschine wieder bis kurz vor Sonnenaufgang am Lagerfeuer sitzen . . . 

„Well being“ aus der Küche – für die äußere Anwendung: 

Ort: Sommerlager  

Material/Hilfsmittel:  

  • 2 TL frischen Kaffeesatz 
    – 1 EL  Kokosöl 
    – Schale  

Dauer: ca. 30min (inkl. Kaffeetrinken) 

Wenn man in der Küche nachfragt, bekommt man meistens einen Kaffee – und wenn man dann nochmal nachfragt, gibt es sicher auch den Kaffeesatz von der zuletzt aufgebrühten Kanne. Zwei Teelöffel Kaffeesatz mischt ihr dann in einer Schale – oder euren Händen – mit einem Esslöffel Kokosöl. Falls das Öl nicht flüssig ist, einfach mit den Händen beim vermischen anwärmen/schmelzen. Schon ist euer Peeling fertig! 

 
Am besten nutzt ihr das Peeling für Hände, Füße und Gesicht. 
Viel Spaß beim Ausprobieren!  

[Kommentar: hier bitte in einem zusätzlichen Kasten (nach Bedarf mit Bildunterschriften) die angehängten Bilder in der entsprechenden Reihenfolge als „Anleitung“ reinbasteln] à Bilder folgen zeitnah 

 
Aufbewahrung: Es wird empfohlen, dass Kaffee-Peeling bald aufzubrauchen. 

„Well being“ aus der Küche – für die innere Anwendung: 

Was eine Küche immer (!) liefern kann, ist ein wahrer Klassiker, der Kinderaugen heller leuchten und Leitende erleichtert aufatmen lässt: Stockbrotteig. Schmeckt gut, ist roh und gar genießbar, beschäftigt alle über Stunden und die Küche kann eine Menge Reste verarbeiten. Einfach den Stockbrotteig mit Wasser, Hefe, Mehl und einer Prise Salz ansetzen und dann – nach Belieben und Bedarf – aufwerten: Rosinen, Speck, Würstchen, Zwiebeln, Paprika, Käse, Schokocreme oder mit Hagelzucker. Stockbrot ist immer ein Genuss.  

Grundrezept: 

1kg Mehl 

2 Pk Trockenhefe 

500ml Wasser (lauwarm) 

1 EL Salz 

„Well being“ aus der Küche – für Geist und Seele: 

So stressig es in der Küche auch werden kann, besonders kurz vor der Essensausgabe, so ist die Küche auch immer ein Ort der Begegnung und des Gesprächs. Wir empfehlen daher eine offene Küchenkultur, die es ermöglicht, aus dem Lagertrubel und dem Lageralltag –  und seien es nur 20 Minuten – auszubrechen; bei einer Tasse Kaffee seinen Frust abzuladen; sich im Zweifel auch noch eine körperliche Stärkung zu holen oder einfach nur Spaß an gemeinsamen Gemüseschnippel-Marathonen zu haben. Wie in der Küche jeder Topf seinen Deckel hat, so findet in der Lagerküche auch jeder Mensch seinen Platz. 

Über den*die Autor*in

Aaron Messerer