Die Natur hat eine besondere Wirkung auf uns – immer wieder wird mir bewusst, wie gut es tut, durch den Wald zu stapfen oder an einem rauschenden Fluss zu sitzen und dem gurgelnden Wasser zu zusehen: nichts leisten müssen, einfach da sein, eintauchen und durchatmen. Zusammen mit den Leuten meines Woodbadgekurses durfte ich einen Hike durch Wälder und Wiesen machen – bis in die Morgenstunden waren wir unterwegs. Wir kochten gemeinsam draußen, überraschten die Anderen mit vorher in Kleingruppen ausgearbeiteten Aktionen zur Sinneswahrnehmung, zum Innehalten, zum Natur erleben.
Da habe ich wieder gemerkt, wie besonders schön es ist, als Gruppe zusammen in der Natur unterwegs zu sein.
Im Alltag versuche ich auch immer mal wieder auszubrechen – manchmal braucht es gar nicht viel, um die Komfortzone zu verlassen: ohne Navi mit dem Rad aufbrechen, ein Standup-Board ausleihen, Freunde zu einer kleinen Wanderung durch den Wald einladen, am Wochenende einfach mal draußen zu schlafen, die duftenden Waffeln nicht wie üblich im elektrischen Waffeleisen zu backen sondern über dem Feuer. Mmmh, da schmeckt es gleich doppelt so gut.
Mir tut es gut, umweltbewusst zu konsumieren. Zu wissen, dass mit der Wahl meiner Produkte ein kleines, wenn auch winziges Zeichen gesetzt wird, beruhigt.
Jedes eingesparte Kleidungsstück, jedes Stück Margarine anstelle der Butter, die Hafermilch die ich z.B. für meine Waffeln, für mein Müsli, für den Getreidekaffee benutze, spart Wasser und Ressourcen.
Mich für die Umwelt einzusetzen, meine Stimme gegen Verschwendung und ungerechte, klimaschädliche Wirtschaft zu erheben, gibt mir das Gefühl, nicht tatenlos zusehen zu müssen. Als Pfadfinderin möchte ich sagen, was ich denke und dies auch nach außen zeigen. Zusammen mit dem Arbeitskreis Internationale Gerechtigkeit haben wir vom AK Ökologie auf der Klimademo gezeigt, dass wir einen Wandel zu einer umweltfreundlichen Zukunft fordern.
Manchmal, wenn mich die ernsten Themen der Zeit – neue Erkenntnisse zum Klimawandel, Nachrichten über Umweltkatastrophen, tierwohlgefährdende Zustände – beschäftigen und zu sehr belasten, schütze ich mich durch nachrichtenfreie Zeit.
Es ist wichtig auch mal Abstand zu zulassen und den Kopf frei zu bekommen. Da wären wir wieder bei einer Wanderung durch den Wald oder auch mal ausgedehnten Joggingrunden über Feld und Wiesenwege.
Hast Du Lust, Dich über Umweltthemen auszutauschen, Impulse für ein paar Gruppenstunden zum Thema zu gestalten oder herauszufinden, wie ein Stammeslager auch etwas grüner werden könnte? Du findest uns auf dem Leitendenkongress think.tent.
Hat Dich das Thema Ökologie gepackt? Unser Arbeitskreis freut sich über weitere kreative Köpfe!